Anforderung Pilot
Informationen und Bestimmungen für Piloten
Aktuelle Informationen über Luftraum gibt es auf der SSN Homepage (Soaring Society of Namibia) und beim Eingangsbriefing vor Ort.
Anforderungen
- Sprachkenntnisse: Englisch Proficiency Level 4 ist als PIC notwendig!
- SPL Lizenz ist notwendig.
- Eigenstartberechtigung (Unterschriebener Eintrag im Flugbuch ist ausreichend!)
- Medical (Eine LAPL Medical ist ausreichend)
- Höhenangaben: in Feet (Fuss MSL) oder Flight Level (Flugfläche), Transition Altitude in Namibia ist 10.000 ft – AIP ENR 1.7-1
- Wir weisen hier nochmals ausdrücklich darauf hin, dass Transponder und Luftraumhöhen immer auf der Standard-Druckeinstellung 1013,25 HPa basieren!!!!
- Weitere Hinweise finden Sie in der SSN directive No. 5 – 2018 - bitte lesen! LINK
Für die allgemeine Verständlichkeit und Orientierung verlangt die Namibische Luftfahrtverwaltung und ATC dass unter den Luftfahrzeugen und vor allem mit ATC in Englisch kommuniziert wird und Einheiten und Maßangaben in Feet, Knots, Nautical Miles und Flight Levels wiedergegeben werden. Des Weiteren wird es gelegentlich nötig für Positionsangaben Radials (in Grad missweisend) und Entfernung (Vektoren) in Bezug auf Flugplätze oder VORs zu verwenden. Wir empfehlen die Möglichkeiten der heute üblichen Bordcomputer zu nützen und die Anzeigen zusätzlich so zu konfigurieren, dass Sie jederzeit in der Lage sind Ihre Höhe in FL oder Feet wiederzugeben ohne Umrechnen zu müssen und jederzeit Ihre Position in Bezug auf einen der größeren Plätze der VORs in Grad (missweisend) und Entfernung in NM angeben zu können. Dies ist auch wichtig für eine Notmeldung oder Meldung unter Stress, in welcher möglichst viele Zuhörer schnell verstehen können müssen wo Sie sich befinden. Wichtig ist auch die Konfiguration Ihrer Bordcomputer für Kurs- und Richtungsangaben in magnetischen bzw. missweisenden Gradangaben, da die lokale Ortsmissweisung bei 13 Grad West liegt.
Herzlich Willkommen in Bitterwasser
Sie werden außerordentlich gute Bedingungen vorfinden. Das Wetter hier ist außergewöhnlich gut und nicht umsonst gilt Bitterwasser als “best Gliding Site of the World” (Zitat Bruno Gantenbrink nach seinem ersten Aufenthalt in Bitterwasser).
Bitterwasser ist ein privat betriebenes Segelflugzentrum. Die Teilnahme am Flugbetrieb in Bitterwasser setzt voraus, dass die Übernachtungen in der Bitterwasser Lodge stattfinden. Übernachtungen im Zelt sind nicht möglich.
Das Fliegen in Namibia unterscheidet sich allerdings deutlich von der Fliegerei in Mitteleuropa.
Diese Information soll Ihnen helfen, Ihren Aufenthalt in Bitterwasser so angenehm und vor allem so sicher wie möglich zu machen.
Fliegen in Namibia- was ist anders?
Nicht ohne Sauerstoff!
Die Basishöhen in Namibia sind deutlich höher als in Deutschland. Sie liegen etwa bei 4500-5000m oder gar mehr. Dies ist ein Grund für die schnellen Schnitte in Namibia, jedoch muss in diesen Höhen dann Sauerstoff genutzt werden! Alle Flugzeuge, die in Bitterwasser fliegen müssen daher mit einer funktionierenden Sauerstoffanlage ausgerüstet sein. Die Flaschen können jeden Tag neu aufgefüllt werden. Jedes Besatzungsmitglied sollte daher, auch aus hygienischen Gründen, mindestens eine eigene Sauerstoffkanüle mit nach Bitterwasser bringen.
Kraftstoff- genug für einen langen Heimflug!
Bei normalen, langen Flügen entfernt man sich zuweilen 200-300km und mehr von Bitterwasser. Daher muss daran gedacht werden, mit ausreichend Kraftstoff für so lange Heimflüge zu rechnen und ggf. täglich wieder aufzutanken. Häufig führt der Heimflug dann auch noch gegen starken Wind. Avgas und Mogas sind jederzeit in Bitterwasser erhältlich.
Funkverkehr- Regeln müssen eingehalten werden!
Der Funkverkehr in Namibia wird in Englisch gehalten. Zwar muss zumeist nicht viel gefunkt werden, dennoch werden Engl. Prof. Level 4 gefordert.
Startliste- Immer eintragen!
Jeder trägt sich morgens selbstständig in die Startliste ein. Zu Ihrer Sicherheit wurde in Bitterwasser eingeführt, dass jedes Flugzeug eine Stunde vor Sonnenuntergang eine Positionsmeldung abgibt. Diese wird vom Chief of Flight Operations (CFO) in die Startliste eingetragen und abgehakt, damit es möglichst schnell auffällt, falls ein Flugzeug vermisst wird.
SPOT Tracking und Notsender
Die SSN (Soaring Society of Namibia) schreibt vor, dass jedes Besatzungsmitglied einen SPOT tragen muss. Die gerätespezifische shared page Links müssen im Flight Office hinterlegt werden. Dies dient zur Erhöhung Ihrer Sicherheit im Notfall!
Mandatory Spot Tracking – Soaring Society of Namibia (ssn.org.na) LINK
Ankunftstag:
In Namibia können die Tagestemperaturen während der Saison bis auf 40° Celsius steigen, jedoch ist es eine trockene, angenehme Wärme. Allerdings schlägt sich dieser teilweise extreme Temperaturunterschied auf unseren Körper nieder und daher kann am Ankunftstag nicht als verantwortlicher Pilot geflogen werden. Wir bitten dies aus Sicherheitsgründen zu respektieren.
Tipp viel Wasser trinken!
Formalitäten – vor dem ersten Flug:
Alle Piloten, die in Bitterwasser ein Flugzeug fliegen oder in einem Flugzeug mitfliegen, müssen Mitglieder des Bitterwasser International Flying Club (BIFC) sein. Sie müssen deshalb vor dem ersten Flug in Namibia (unabhängig davon, ob es ein Segelflug, Motorflug oder Passagierflug mit einem unserer Flugzeuge ist) die Beitrittserklärung zum BIFC sowie die Generelle Haftungsablehnung des BIFC unterzeichnen.
Die Mitgliedschaft beim BIFC beinhaltet keinerlei Versicherung. Für Schäden, die bei Tätigkeiten am Boden und in der Luft entstehen, ist der Pilot oder Verursacher verantwortlich und haftbar. Insbesondere kann der BIFC nicht dafür haftbar gemacht werden.
Aktuelles Training / Startarten / Lizenz
Es gelten die derzeit gesetzlichen Bestimmungen für deutsche Lizenzen:
• 5 Stunden Flugzeit als verantwortlicher Flugzeugführer einschließlich 15 Starts
• Zwei Schulungsflüge mit einem Lehrberechtigten
• je 5 Starts pro Startart.
• Flüge mit Fluggästen: in den letzten 90 Tagen 3 Starts auf der jeweiligen Flugzeugart.
Achtung Eigenstarter!!! – es gelten keine Starts auf Reise-Motorseglern!
Eigenstart-Berechtigung: 5 Starts mit Fluglehrer und 5 Alleinstarts
Wir empfehlen eine Gesamtflugerfahrung von mind. 500 Stunden, wichtiger ist jedoch, dass vor allem in den letzten zwei Jahren geflogen worden ist. In Bitterwasser gibt es derzeit nur Eigenstarter. Flugzeugcharterung ist daher auch nur mit entsprechender Erfahrung als PIC möglich.
Bitte legen Sie im Flight Office ihr Flugbuch, Schein, Medical usw. im Original, am besten bestätigt zum Eingangsbriefing vor. Am Anreisetag ist kein Flug als PIC möglich. Generell muss sich jeder Pilot zuerst im Flight Office melden und das „Paperwork” machen.
Bitte senden Sie Ihre Lizenzen, Medical und den Eigenstartnachweis jeweils separat im PDF Format gescannt, am besten schon vor Ihrem Urlaub an Bitterwasser. Mail: flightoffice(at)bitterwasser.com
Flugzeugbesitzer senden bitte nachstehende Dokumente ebenfalls an die oben genannte Adresse.
Eintragungsschein,
Versichererungsnachweis
aktuelle Jahresnachprüfung
Wenn Sie ein in Namibia zugelassenes Flugzeug benutzen wollen, dann benötigen Sie eine Validierung Ihrer Lizenz. Diese muss früh genug (7 Wochen vor Ihrem Aufenthalt in Bitterwasser) beantragt werden, um rechtzeitig bei Ihrer Ankunft vorzuliegen. Natürlich erhalten Sie durch uns Unterstützung bei der Validierung.
Flugzeuge, die nicht namibisch registriert sind, benötigen eine Überfluggenehmigung für Namibia, diese wird durch uns beantragt und falls dafür Gebühren fällig werden dem Eigentümer in Rechnung gestellt.
Rettungspaket/Ausrüstung
Für Überlandflüge beachten Sie bitte, dass sie über der Wüste und in dünn besiedeltem Gebiet fliegen und sie unter Umständen nach einer Außenlandung auch in der Wüste übernachten müssen, bevor man sie holen kann. Für solche Flüge sollten Sie mindestens folgende Ausrüstung entweder am Mann oder besser am Fallschirm befestigt mitnehmen:
o mind. 2l Wasser pro Person
o Schlechte Lösung: Wasser in den Flügeln evtl. nicht ganz ablassen, nicht zum Trinken geeignet, evtl. abkochen. Behälter zum Auffangen des Flügelwassers ist notwendig
o eine Taschenlampe
o eine Aludecke
o Signalraketen
o Pflaster und Signalspiegel
o Feuerzeug oder Streichhölzer
o warme Kleidung
o evtl. einen Spiegel
o Bonbon`s gegen trockenen Mund
o Trillerpfeife
Vergessen Sie nicht Ihre persönlichen Dokumente, eine Telefonkarte, das Handy (funktionieren zwar selten) und etwas Geld.
Ein Tracking System wie z.B. SPOT ist pro Pilot Pflicht! – Der Spot muss am Piloten oder am Fallschirm angebracht sein – Wir bitten um Beachtung!
Flarm
Flarm ist selbstverständlich und für alle Segelflugzeuge in Namibia von der SSN vorgeschrieben. Wir benötigen von jedem Flugzeug die FLARM ID. Seit der Saison 2015/2016 sind auf allen Flugplätzen OGN Empfangssysteme installiert. Dies dient der zusätzlichen Sicherheit. Bitte unterstützen Sie das Flight Office Team bei der Mitteilung der FLARM ID.
Wichtige Telefonnummern für Sie:
(bitte Handy Nr. immer nochmals vorher prüfen oder erfragen)
Handy Flight Office: +264 813030393
Telefon Bitterwasser: +264 833265300
Bitte drucken sie sich diese Nummern aus oder führen sie schriftlich für den Notfall bei jedem Flug mit.
Bodenbetrieb:
Fahrzeuge:
Für den Transport der Flugzeuge am Boden stehen Fahrzeuge zur Verfügung (manchmal mit Fahrer und Helfer). Unnötige Fahrten über die Pfanne, insbesondere mit gezogenen Flugzeugen – sind im Sinne der Flugsicherheit zu unterlassen.
Um die Oberfläche der Pfanne und Ihr Kullerrad zu schützen sind nur Schleppstangen genehmigt, bei denen das Kullerrad nicht auf dem Boden rollt.
Wichtig! Nur solche Schleppstangen sind in Bitterwasser zulässig.
Flugzeuge müssen langsam, ausschließlich am Pfannenrand und auf den ausgewiesenen Wegen, vorsichtig mit dem PKW zum Startpunkt gezogen werden.
Sobald ein Flugzeug angehängt ist, fährt der Pilot selbst den PKW! – Dennoch sind unsere Lineboys, meist langjährige Mitarbeiter, sehr erfahren. Daher befolgen Sie bitte deren Rat bei Rückholung aus der Pfanne bezüglich der Fahrtrute – ein queren der Landebahn ist zu unterlassen!
Abstellplätze für Segelflugzeuge:
Diese können in der Palmenallee oder auf der südwestlichen Außenseite der Piste 11/29 mit Nase Richtung Nordosten oder vor den Bungalows befestigt werden. Die Abstellplätze verfügen über Strom und Wasseranschlüsse (Achtung! Kein Trinkwasser!). Abstellplätze für Motorflugzeuge werden von der Flugleitung zugewiesen. Es ist verboten, in der Palmenallee mit Motorflugzeugen und Motorseglern mit eigener Kraft zu rollen.
Weiterhin bitten wir dringend zu beachten:
Bei Landungen auf der 11, genannt Hoskia, muss das Flugzeug vor dem ersten Bungalow zum Stehen kommen. Das Ausrollen zu den Bungalows durch die Palmenallee ist wegen des dortigen Personenverkehrs verboten! Entsprechend bei Landungen auf der 29 muss der Aufsetzpunkt nach den Bungalows gewählt werden. Das Durchfliegen der Palmenallee ist ebenfalls strikt verboten! Weiterhin soll das Flugzeug vor der Landebahn 09/27 HANGAR zum Stehen kommen. Im Umkreis von 100 Meter um den Hauptwindsack vor der Palmenallee wird nicht ausgerollt. Der Boden ist dort sehr weich.
Startverfahren:
Die Flugbetriebsleitung in Bitterwasser ist für den sicheren Betreib des Flugplatzes zuständig. Den Anweisungen des Chief of Flight Operations (CFO) oder dessen Assistenten muss daher stets Folge geleistet werden. Bitte halten Sie auch die Ab- und Anflugverfahren entsprechend ein.
Vor dem Start müssen geplante FAI – und Rekordflüge von einem in Namibia zugelassenen Sportzeugen mit einem declaration form bestätigt werden!
Motorleistung:
Beachten Sie, dass aufgrund der Höhe und Temperatur die Leistung Ihres Motors nicht mehr mit der Leistung in Mitteleuropa vergleichbar ist, sondern viel schlechter ist und sie eine dementsprechend längere Startrollstrecke benötigen.
Die Startrichtung:
Diese wird, wenn möglich, beim Briefing festgelegt, kann sich aber situativ ändern (Windrichtung ändert in der Regel während des Tages deutlich). Mit den vorhandenen oder ihrem PKW ziehen Sie ihr Flugzeug am Rand der Pfanne zum vorgegebenen Startpunkt. Da wir nicht für jedes Flugzeug ein Auto zur Verfügung stellen können, bitten wir Sie aus Rücksicht auf die wartenden Piloten dafür Sorge zu tragen, dass das Fahrzeug so schnell wie möglich vom Startpunkt wieder zurück kommt um den nächsten zu holen. – Egoismus ist hier fehl am Platz!
Die Startaufstellung:
Durch die Größe der Bitterwasserpfanne kann nebeneinander aufgestellt werden. Checken Sie Ihr Flugzeug in Ruhe vor dem Start und wenn sie dann startklar sind, melden Sie sich auf der Platzfrequenz mit Kennzeichen und Startrichtung und dem Hinweis, dass Sie in 2 Minuten starten. Am besten ohne laufendes Triebwerk wegen der Verständigung. Bitte warten Sie eine Bestätigung ab.
Bei hohem Flugzeugaufkommen wird der Startvorgang von der Flugbetriebsleitung vor Ort koordiniert, bei einzelnen Starts wird über Funk bestätigt.
Beachten Sie bitte, dass bei der Startrichtung 09 und 13 auf der gegenüberliegenden Seite die Pfanne halbinselartig einspringt und dort die Startstrecke verkürzt ist!
Nach dem Start: Bei ausnahmslos jedem Start ist eine Linkskurve zu fliegen, der Steigflug erfolgt entlang dem Pfannenrand, somit kann bei einer Motorstörung immer sicher auf der Pfanne gelandet werden! Im Umkreis von 10nm um die Pfanne darf nur links gekurbelt werden!
Während des Fluges
Sprechfunk
Der Sprechfunkverkehr wird ausschließlich in Englisch abgewickelt.
Während des Fluges muss die Bitterwasserfrequenz gerastet sein und ständig abgehört werden.
Gültige Frequenzen in und außerhalb der Segelflugsektoren
Von Grund bis 1.500 ft AGL -> 124,800 (TIBA)
1500 ft bis FL 145 -> 123,800 (FIS South)
1500 ft bis FL 145 -> 129,600 (FIS North)
FL 145 bis FL 195 -> 124,700 (WDH Radar
Bitte beachten Sie die spezielle Grenzlinie zwischen den beiden Windhoek FIS Sektoren Süd und Nord!
Es gelten immer die aktuellen Informationen auf: http://ssn.org.na (Flying in Namibia) LINK
Luftraum
Segelflug ist ganzjährig in Namibia bis max. FL 145 im unkontrollierten Luftraum erlaubt.
In der Zeit vom 1.November bis zum 31.Januar können darüber hinaus spezielle Segelflugsektoren aktiviert werden. Diese erstrecken sich von FL 145 bis FL 195.
Aktuell gibt es 4 Segelflugsektoren:
FYA 136 – GLD S von FL145 – FL195 - Luftraum E
FYA 137 – GLD NE von FL145 – FL195 – Luftraum E
FYA 138 – GLD N von FL145 – FL195 - Luftraum E
FYA 139 – GLD NW von FL145 – FL195 - Luftraum E
TMZ
Neben den vier obengenannten Segelflugsektoren, die gleichzeitig als TMZ eingestuft sind gibt es noch die TMZ Windhoek und die TMZ Walvis Bay. Diese erstrecken sich jedoch von FL100 – FL 145.
In allen TMZ ist der Squawk 7677 verpflichten zu schalten.
Hörbereitschaft auf der jeweiligen FIS oder RADAR Frequenz ist nicht verpflichtend.
Kontrollierter Luftraum
Der Einflug ohne Funkkontakt und Freigabe durch den zuständigen Controller ist nicht erlaubt.
Besonders sensible ist der Luftraum (TMA/CTA) um Windhoek. Hier ist zu beachten, dass auch das unterfliegen dieser Sektoren untersagt ist und einer speziellen Freigabe bedarf (siehe AIP ENR 2.1.4).
Ein Einflug in diesen Luftraum kann nur durch Freigabe der Controller erfolgen. Ein Einflug ohne Funkkontakt ist verboten, verantwortungslos und kann zum Entzug Ihrer Lizenz führen und noch schlimmer kann die gesamte Zulassung der Segelfliegerei in Namibia in Frage stellen!!!
Wir sind Gäste in diesem Land, wo der Segelflug eine dermaßen untergeordnete Rolle spielt, dass wir gut daran tun uns an die Gesetze zu halten. – Wo kann man noch so unbeschwert fliegen, ohne große Luftraumeinschränkung? Im Übrigen gilt am Funk wie immer der gesunde Menschenverstand. Halten Sie die Kommunikation so knapp und konkret wie möglich und hören sie zu, wenn andere sprechen und allenfalls Hilfe brauchen.
Wir bitten um Beachtung und bei Unklarheiten um Rücksprache mit dem Flight Office!!! Lieber einmal mehr fragen als 1 x zu wenig.
Details zum Luftraum etc. finden Sie auf der Homepage
Airspace – Soaring Society of Namibia (ssn.org.na) LINK
Positionsmeldung: 1 Stunde vor Sunset
Aus den Erfahrungen hat es sich als sinnvoll gezeigt, dass alle noch fliegenden Piloten 1 Stunde vor Sunset eine Positionsmeldung auf der Platzfrequenz nach Bitterwasser abgeben.
Somit weiß die Flugbetriebsleitung, dass sie sich auf dem Rückflug befinden oder dass alles in Ordnung ist, falls nicht können noch rechtzeitig vor Sunset entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. Wenn Sie Bitterwasser nicht erreichen, gehen Sie auf die Frequenz 123,80 oder 124,700 und bitten ein anderes Flugzeug um Übermittlung Ihrer Meldung!
SUN SET:
Die in den LXnav Systemen für Bitterwasser berechnet Sun Set Zeit ist die offiziell gültige Zeit. Es obliegt jedem verantwortlichen Piloten, auf eigenes Risiko die zusätzlichen 15 Minuten auszuschöpfen. Ab der 16. Minute zählt eine Landung als Nachtlandung!!!
Landungen bei Nacht sind sehr gefährlich und nach dem Gesetz verboten. Dennoch, wenn Sie aus irgendeinem Grund erkennen, dass es eine Nachtlandung wird, dann melden sie dies frühzeitig bei der Flugleitung an.
Anflug und Landung in Bitterwasser
Bitte rechnen sie damit, dass der helle, gleichförmige Sandboden für manchen Piloten bezüglich des richtigen Abfangens anfänglich gewöhnungsbedürftig ist.
Sobald sie 10 NM von Bitterwasser entfernt sind, machen Sie eine Positionsmeldung mit Höhe Kurs und Absicht.
Beispiel: (Kurzzeichen)
PE 10 NM West of Bitterwasser, altitude 8500ft, heading 083, for landing
Sie erhalten vom Flugleiter die vorhandene Windrichtung und wenn möglich die Windstärke oder sie fragen einfach nochmals danach.
Bei keinem oder ganz geringem Verkehr können Sie in Absprache mit den anderen anfliegenden Piloten selbst die Landerichtung wählen, müssen dies aber natürlich per Funk mitteilen. Bei Hochbetrieb wird der Betriebsleiter eine Landebahn Empfehlung geben. Sollten Anweisungen vom Flugbetriebsleiter gegeben werden, sind diesen Folge zu leisten.
Wichtig – bitte jede Position in der Platzrunde melden! (downwind/base/final)
Standardanflug aus Westen:
meist wird wegen der tiefstehenden Sonne und wenn es die Windstärke erlaubt gerne in Richtung Osten gelandet. Dann sieht das Standardverfahren wie folgt aus:
1. Meldung 10 NM – PE 10 NM West of Bitterwasser, altitude 8500ft, heading 083, for landing – von Bitterwasser erhalten Sie Windrichtung und Stärke und Sie entscheiden sich für 09 Landerichtung oder erhalten 09
2. Meldung PE 5NM for landing 09 left – Sie fliegen von Westen her kommend in einem weiten Linkskreis herum um die Pfanne, bis sie die entsprechende Höhe für den Gegenanflug erreicht haben.
3.Meldung PE downwind 09 left gear down and locked – Sie fliegen weiter geradeaus und kurz vor der Düne drehen sie in den Queranflug
4.Meldung PE base 09 left – Sie fliegen ins Endteil und melden
5.Meldung PE final 09 left
(entsprechend für 09 Hangar und 09 Pan oder entsprechend anderen Richtungen)
Bei der Landerichtung 09 gibt es sogar drei Möglichkeiten:
09 HANGAR – 09 LEFT und 09 PAN
auf der 09 Pan können mehrere Flugzeuge parallel gut landen, es hat genügend Platz.
(roter Pfeil zeigt die Buschreihe auf der Pfanne, alles südlich davon entspricht 09 PAN)
Achtung:
Wenn es regnet oder die Pfanne nass ist, wird nur die Piste 09/27 HANGAR genutzt. Diese ist entsprechend befestigt und kann daher auch bei viel Regen gut genutzt werden.
Die aktuellen Anflugverfahren, Landerichtungen und Besonderheiten werden beim Einweisungsbriefing ausführlich erläutert. Nur diese gelten!!!!
Im Falle einer Außenlandung:
Falls es zu einer Außenlandung kommt, ist unbedingt so rasch wie möglich die Position zu übermitteln, am besten kurz nach dem Entschluss eine Außenlandung zu machen! Bitte denken Sie bei einer Außenlandung daran sich in Bitterwasser oder einem der anderen Flugzentren oder über Funk als Transmitter zu melden, damit wir wissen, wo sie sind! Stellen Sie sicher, dass SPOT mit Tracking richtig eingeschaltet ist und senden kann.
123.80 / 129,60 MHz (FIS Süd/Nord) rasten und versuchen andere darüber zu informieren und im Relais Bitterwasser davon zu informieren, falls kein Empfang
124.70 MHz rasten (Windhoek Radar) oder andere Flugzeuge, falls kein Empfang
126.90 MHz TIBA-Frequenz rasten, Position über Airliner weitergeben und wichtig auch mitteilen wohin die Piloten die Meldung weiterleiten sollen – Windhoek etc.
oder
121.50 MHz Einsatz der Notfrequenz
Bei Anflügen von unbemannten Flugplätzen auf der Frequenz 124.80 MHz obligatorische Meldungen abgeben. (downwind, base, final)
Wichtig! Wenn Sie das Flugzeug nach der Außenlandung verlassen, nehmen Sie unbedingt Ihr SPOT im Trackingmodus mit und achten Sie darauf, das es freien Himmel sieht. So kann man Sie finden.
Dokumente
Bitterwasser scannt mittlerweile alle Dokumente ein. Sie erleichtern uns und Ihnen die administrativen Arbeiten, wenn Sie uns bereits im Vorfeld ihr Medical, Ihre Scheine, Ihr Funksprechzeugnis als PDF – Dokument zur Verfügung stellen. Bitte senden Sie dies frühzeitig an flightoffice@bitterwasser.com
Medical:
Sie benötigen ein gültiges, JAR-FCL3-konformes Medical (med. Tauglichkeitszeugnis). Das Dokument muss auch in englischer Sprache lesbar sein (üblicherweise ist es mehrsprachig in Englisch und der Landessprache). Wichtig, ihr Medical darf nicht während Ihres Urlaubes ablaufen! Sollte ihr Medical nur in Deutsch ausgestellt sein, so muss dieses erst von einem namibischen Vertrauensarzt der Luftfahrtbehörde kostenpflichtig überprüft werden. Bitte stellen Sie sicher, dass darauf die vollständige Adresse des untersuchenden Arztes, mit Telefonnummer, gut lesbar ist. (es gibt auch Rückfragen aus Namibia). Die entsprechende Untersuchung führen in der Schweiz Vertrauensärzte des BAZL durch.


