Kein Kindergeburtstag

Tausender standen an den letzten Tagen immer in der Wertungsliste für die Bitterwasser-Piloten. Geschenkt wurden sie ihnen aber nicht. Da bremste Wind mit mehr als 60 km/h und gestern zwangen Gewitter ganz an den Rand des Fluggebietes.

Am Mittwoch schwand bei vielen im bissigen Gegenwind die Endanflughöhe und zwangen auf den letzten Kilometern zum Motorflug. Gestern sorgte dann die hochexplosive Gewitterlage für einen erhöhten Stresslevel im Cockpit, nachdem man sich im Angebot zweier völlig unterschiedlicher Wettervorhersagen für die optimistische und fürs Fliegen entschieden hatte. Einige Piloten kehrten früh nach Bitterwasser zurück, bevor der Regen tatsächlich in die Pfanne prasselte. Andere ließen sich immer weiter von den Gewitterlinien in den Westen abdrängen, fanden dann aber hinter den Schauern eine wetterberuhigte Zone für einen langen Endanflug.
Kilian Biechele zum Tag: „Heute haben wir so ziemlich alle Wetterphänomene hier in Namibia erlebt. Bei der Wende im Südwesten habe ich nicht geglaubt, dass wir wieder in Bitterwasser landen werden. Überall waren Gewitter und so blieb uns nur der Weg ganz im Westen an der Kante in Richtung Gamsberg.“ Bei diesem ersten Flug mit dem Quintus hat Kilian trotz aller Widrigkeiten 1061 Kilometer zusammengebracht.

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Pfanne walzen

Anfang Oktober ist die optimale Zeit, die Pisten auf den Flugbetrieb vorzubereiten. Im wahrsten Sinne kreuz und quer kann man auf der Bitterwasser Flying Lodge landen, je nach Betrachtungsweise auf 8 Pisten (plus eine Notpiste) in jeweils zwei Richtungen. Jeremias walzt in wochenlanger Arbeit sorgfältig die Pfanne glatt.

Der weite Weg nach Afrika

Anfang September wurden in Waghäusel die Container mit den Flugzeugen für die Saison 2026/27 gepackt. Per Anhänger, LKW und Frachtschiff sind die Segler jetzt auf dem langen Weg nach Namibia zur Bitterwasser Flying Lodge.