Ende eines guten Tages im Sandsturm

Glück gehabt. Die aus dem Nordwesten anrückende Schauerlinie machte just vor Bitterwasser halt. Aber mit dem Landen musste gewartet werden. Eine Böenwalze fegte kurz vor sun set durch die Palmenallee und peitschte den aufgewirbelten Sand in einer kilometerweit sichtbaren Fahne in die Kalahari.

Bei 40 Knoten auffrischend war Landen nicht angeraten. Ein Endanflug mit 600 Metern Ankunftshöhe ließ da nicht mehr viel Spielraum. Das Glück: Die aus den Schauern fallende Kaltluft trieb die aufgeheizte Wüstenluft zum Aufsteigen. Bis sich am Boden der Durchzug weitgehend beruhigt hatte, konnte in der Warmluft noch einmal aufgedreht werden. Bei 20 Knoten lud die Pfanne dann zum Runterkommen, bei ihrer Größe auch kein Problem, das Final und Ausrollen genau gegen den Wind auszurichten.
Verpackt werden konnte das Flugzeug gerade noch im Restlicht.

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Pfanne walzen

Anfang Oktober ist die optimale Zeit, die Pisten auf den Flugbetrieb vorzubereiten. Im wahrsten Sinne kreuz und quer kann man auf der Bitterwasser Flying Lodge landen, je nach Betrachtungsweise auf 8 Pisten (plus eine Notpiste) in jeweils zwei Richtungen. Jeremias walzt in wochenlanger Arbeit sorgfältig die Pfanne glatt.

Der weite Weg nach Afrika

Anfang September wurden in Waghäusel die Container mit den Flugzeugen für die Saison 2026/27 gepackt. Per Anhänger, LKW und Frachtschiff sind die Segler jetzt auf dem langen Weg nach Namibia zur Bitterwasser Flying Lodge.