Einmal über die Namib

Das hat das Wetter in dieser Saison nur an wenigen Tagen erlaubt: den Flug nach Westen über die Namib. Gestern hatte die Vorhersage den Besuch der Wüste versprochen, sogar eine Konvergenz an dem Grenzgebirge zwischen Namib und Kalahari sollte sich ausbilden.

Kurz nach zehn haben sich die meisten Piloten und Teams in niedriger Blauthermik auf den Weg gemacht. Erst einmal nach Südosten bis nach Südafrika hinein, um ein großes Dreieck aufzuspannen, dann nach Westen zur in Aussicht gestellten Konvergenz. Bis fast nach Aust, schon tief in der Wüste, trug der Schenkel. Niedrige Fractocumuli markierten dann die Wettergrenze. Anschließend ging’s mit Direktkurs nach Bitterwasser zurück.
1250 Kilometer waren damit drin, jedenfalls mit einer EB28 edition, bewies Reinhard Schramme mit Andrea Abt. Den Tagessieg in der weltweiten OLC -Wertung sicherte sich aber Simon Briel mit 1211 Kilometer und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 132 km/h – und das mit unangepasster geringer Flächenbelastung. Simons Trainee Jerffrey Banks im Programm „Flying with the Youngsters” hatte am Morgen kurzfristig zurückgezogen, um mit seiner gerade angereisten Ehefrau den Tag zu verbringen. Für ein Nachtanken des einsitzig geflogenen Arcus war es da zu spät.
Für die Bitterwasser-Piloten war es ein überaus erfolgreicher Tag. Zehn erreichten mehr als 1000 Kilometer, weitere kamen dicht an diese Traummarke heran.

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Pfanne walzen

Anfang Oktober ist die optimale Zeit, die Pisten auf den Flugbetrieb vorzubereiten. Im wahrsten Sinne kreuz und quer kann man auf der Bitterwasser Flying Lodge landen, je nach Betrachtungsweise auf 8 Pisten (plus eine Notpiste) in jeweils zwei Richtungen. Jeremias walzt in wochenlanger Arbeit sorgfältig die Pfanne glatt.

Der weite Weg nach Afrika

Anfang September wurden in Waghäusel die Container mit den Flugzeugen für die Saison 2026/27 gepackt. Per Anhänger, LKW und Frachtschiff sind die Segler jetzt auf dem langen Weg nach Namibia zur Bitterwasser Flying Lodge.