Die Wüste hebt ab

Bei 5700 Meter MSL ertönten gestern die ersten Warnungen im Rechner. Das Vario stand am Anschlag und die Wolkenbasis war noch lange nicht erreicht, aber der Deckel des Segelfluggebiets von Namibia bei Flugfläche 195 kam geradezu rasend schnell näher.

Am ersten Weihnachtstag bot Namibia einen Traumhimmel mit den hohen und über Strecken auch in Linien angeordneten Wolken – aber leider erst am Nachmittag. Bis sich die Kalahari für diese hochreichende Thermik aufgeheizt hatte, brauchte es Geduld. Wer früh startete, war gezwungen, sich unter blauem Himmel in ruppigen Bärten voranzuhangeln, die erst einmal nicht höher reichten als gerade mal 1000 Meter über Grund. Nach der Hitzekur bei fast 35 Grad Celsius im Tiefparterre durfte dann bei Außentemperaturen deutlich unter Null im Wolkenschatten gefröstelt werden.

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Pfanne walzen

Anfang Oktober ist die optimale Zeit, die Pisten auf den Flugbetrieb vorzubereiten. Im wahrsten Sinne kreuz und quer kann man auf der Bitterwasser Flying Lodge landen, je nach Betrachtungsweise auf 8 Pisten (plus eine Notpiste) in jeweils zwei Richtungen. Jeremias walzt in wochenlanger Arbeit sorgfältig die Pfanne glatt.

Der weite Weg nach Afrika

Anfang September wurden in Waghäusel die Container mit den Flugzeugen für die Saison 2026/27 gepackt. Per Anhänger, LKW und Frachtschiff sind die Segler jetzt auf dem langen Weg nach Namibia zur Bitterwasser Flying Lodge.