Brandgefährlich

In Namibia ist es wieder staubtrocken. Schön für den Segelflug, das gibt starke hochreichende Thermik. Nur halt nicht fürs Land. Die Vegetation ist hochentzündlich. Und immer wieder kommt es zu Buschfeuern.

Die Trockenheit ist kaum vorstellbar, hat es im Januar doch so viel geregnet. Alles war mit einem Mal grün. Senken und Pfannen liefen über. Das Gras schoss in die Höhe. Und das ist jetzt das Problem, es steht nun überall als Heu auf dem Halm. Bei Gewittern setzt ein Blitz es in Brand. Fahrten mit Autos abseits der Straßen verbieten sich. Leicht können heiße Katalysatoren die ausgetrockneten Halme entzünden.
Auch rund um Bitterwasser und das benachbarte Dorf Hochanas haben sich Flächen schwarz eingefärbt. Glück für Bitterwasser, das Feuer um den Mast der Richtfunkantenne bei Hochanas hat den Mast selbst verschont. Wäre der abgefackelt, gäbe es erst Mal kein Telefon und kein Internet in der Lodge.

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Pfanne walzen

Anfang Oktober ist die optimale Zeit, die Pisten auf den Flugbetrieb vorzubereiten. Im wahrsten Sinne kreuz und quer kann man auf der Bitterwasser Flying Lodge landen, je nach Betrachtungsweise auf 8 Pisten (plus eine Notpiste) in jeweils zwei Richtungen. Jeremias walzt in wochenlanger Arbeit sorgfältig die Pfanne glatt.

Der weite Weg nach Afrika

Anfang September wurden in Waghäusel die Container mit den Flugzeugen für die Saison 2026/27 gepackt. Per Anhänger, LKW und Frachtschiff sind die Segler jetzt auf dem langen Weg nach Namibia zur Bitterwasser Flying Lodge.